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Einfach, Mildhybrid, bullig - Geely präsentiert neuen Icon

25. Feb. 2020 I Autor: Hagen Greifenthal I 1998 mal gelesen
Einfach, Mildhybrid, bullig - Geely präsentiert neuen Icon
8-Bit Design nennt Geely die neue Formensprache, die international entwickelt erstmals beim Icon angewandt wird

Kaum ein Auto hat in China einen derartigen Boom vor dem Verkaufsstart ausgelöst wie der neue Geely Icon - das neueste Kompakt-SUV der chinesischen Volvo-Mutter Geely und direkter Bruder des Volvo XC40. Über 30.000 Fans haben das neue Kompakt-SUV quasi blind vorab bestellt, die Online-Premiere verfolgten am Montag (24. Februar) mehrere Millionen Menschen live - davon können deutsche Autobauer derzeit nur träumen.

Doch warum der Hype um das kleine SUV? Nun, es ist so eine Art "VW Golf" der ersten Generation. Ein Auto für die Massen, mit nur einem Antrieb, einfacher aber bewährter Technik plus neuer Mild-Hybrid-Technologie in Kooperation mit Volvo (Basis ist die gleiche Plattform wie der Volvo XC40), tolles Design, günstiger Preis. Hierzulande zuletzt vergleichbar mit der Einführung des ersten Dacia. Die (einzig) schlechte Nachricht vorab: Auch wenn SUV, wird es den Icon zu Beginn nur mit einfachem Frontantrieb geben.

Der kleine Bruder des Volvo XC40 löst in China einen wahren Hype aus

8-Bit Design nennt Geely die Designsprache des neuen Icon. Avantgardistisch-Minimalistisch-Analog - sagt Geely. Zur "Beijing Auto Show" 2018 zeigte Geely das Auto als gleichnamige Studie, der Erfolg machte die Entscheidung für eine Massenproduktion einfach. Bevor jetzt alle wieder denken "den sehen wir hier ja sowieso nie" - abwarten. Geely hat das Auto bewusst international entworfen: So entstand der Icon äusserlich in der Designschmiede in Kalifornien (USA), das Interieur entwarf das Geely-Designstudio in Barcelona (Spanien), das Finish entstand im Designstudio im chinesischen Shanghai. Das Design soll auch einen Ausblick auf zukünftige Modelle der Marke bringen.





Der Geely Icon will nicht nur mit minimalistischem Design glänzen, sondern durch Technik. Aussen beginnt das schon beim Einstieg: Wie bei Tesla sind die Türgriffe versenkt und springen nur zum Öffnen des Fahrzeuges heraus - und das, wenn sich der Besitzer bereits dem Auto nähert. Das Cockpit soll bewusst ein "futuristisches Sci-Fi-Gefühl" (Aussage Geely) hervorrufen. Und ja, das tut es. Klare Linien, einige Hardcore-Offroader Anleihen (wie der Mercedes-G Griff vor dem Beifahrer), durchgehendes Ambient-Licht, alles gut im Griff, alles gut im Blick, alles harmonisch aufeinander abgestimmt. Allgemein hat es innen tatsächlich etwas von einer futuristischen-retro Offroad-Optik.

High-Tech wie in einer S-Klasse, selbst Corona-Virenschutz an Bord

Zwei 10,25 Zoll Monitore sorgen für Information und Infotainment, via App können Smartphone-Besitzer mit dem Fahrzeug interagieren. Die Monitore erlauben auch einen Rundumblick: 12 Ultraschallradare, Millimeterwellenradar und 5 HD-Kameras dienen nicht nur den Assistenz-Systemen, sondern erzeugen ein 360-Grad Panoramabild um das Fahrzeug herum, das über den Monitor eingeblendet wird - dadurch werden alle toten Winkel effektiv beseitigt.







Technisch gibt es neben anderen Details eine Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent, automatisches Einparken per Knopfdruck und Notbrems-System inklusive Fussgängererkennung. Selbst an Epidemien wie aktuell das Corona-Virus hat man gedacht: Ein neu entwickeltes Filtersystem filtert die Aussen- und Kabinenluft sogar von Bakterien und Viren, verspricht Geely.



So sehr man Wert auf Design und Hightech legt, umso weniger kümmerte man sich um das, was früher im Fokus stand: Die Motoren. Es gibt nämlich nur einen Motor: Einen 1,5 Liter Turbo-Benziner mit 177 PS und 255 Nm Drehmoment, der durch ein - gemeinsam mit Volvo entwickeltes - 48-Volt Mild-Hybridsystem auf 190 PS und 300 Nm Drehmoment gesteigert wird. Das soll den 4,35 Meter langen und 1,81 Meter breiten Icon in 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Geschaltet wird mit einem 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe. Geely verspricht so einen Durchschnittverbrauch von 5,7 Litern - und chinesischen Verbrauchsangaben kann man i.d.R. trauen.



Kommt der Icon nun auch zu uns? Man weiss es noch nicht. Oder will es noch nicht sagen. Technisch basiert der Geely Icon auf dem Volvo XC40, man spricht aber definitiv jüngeres Publikum (auch mit weniger Budget) an. Geely-Präsident An Conghui sagte anlässlich der Premiere: "Der neue Icon soll die globale Zusammenarbeit von Geely repräsentieren. Den Icon sehen wir auch als neue Ikone für globale SUV." Der Focus also: Global. Und in der Tat: Aktuell baut Geely auch seinen Standort nahe des Flughafen Frankfurt/Main in Deutschland auf 300 Mitarbeiter aus. Achja, was kostet das Ganze: Medien berichten über einen Preis von 13.000 Euro in China, was äusserst günstig wäre. Kenner nennen einen Europa-Preis zwischen 20.750 Euro und 24.800 Euro - für diesen Preis soll er in Russland auf den Markt kommen.

hs/greifenthal | Fotos: Geely


 

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