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Der Alte Mann - Der Aston Martin Rettungskick bis zum DBX

24. Feb. 2020 I Autor: Bert Hallmackenreuther I 1353 mal gelesen
Der Alte Mann - Der Aston Martin Rettungskick bis zum DBX
Prinz Charles und ein Kanadischer Milliardär machen Mut zum Weitermachen bei Aston Martin - DBX in den Startlöchern

Der Alte Mann - Eine Serie bei JOHNTIM.DE, bei der unser imaginärer Dienst-Ältester den Blick über mehr oder weniger aktuelles Geschehen kreisen lässt. Seinen Blick. Ungeschönt, ohne Rücksicht auf Anzeigen-Kunden, Abmahn-Anwälte und Zukunfts-Gegner. Der alte Mann ist noch mit Fähnchen-Autohändlern gross geworden, er schraubt gerne an Autos, mag Öl und Benzin, ist aber auch der Zukunft nicht abgeneigt. Er verschwendet keine Zeit mit Fake-Bildern bei Instagram und bildet sich seine Meinung nicht anhand von Überschriften bei Facebook - dafür las und hörte er als Kind zu oft "Die Drei Fragezeichen". Der alte Mann ist Journalist der Alten Schule.

Aston Martin ist dermassen britisch - und genauso total bekloppt

Aston Martin ist einer der letzten britischen Traditions-Autobauer, der noch nicht irgendwie unter den Hammer gekommen ist. Bzw, schon, sogar mehrfach. Ende der 80er fiel die Marke sogar an Ford, war aber selbst für die Amis so unattraktiv, das man die Marke zusammen mit Land Rover und Jaguar ein paar Jahre später wieder abstiess. Bei Letzteren schlug der indische Tata-Konzern zu und zeigt der ehemaligen Kron-Kolonie Grossbritannien heute, wie man es richtig macht. Das Unternehmen wurde von Investment-Firmen als Spielball hin- und hergeschubst, am 3. Oktober 2018 ging man dann mit hohen Erwartungen an die Börse.

Britische Auto-Unternehmen sind immer nur ohne Briten erfolgreich

Doch Pustekuchen. Trotz eines einberufenen deutschen Managers an der Spitze, der die völlig veralteten Fabriken und die miese britische Arbeitsmoral erstmal auf links drehte und soetwas wie Qualität einführte, hielt sich die Marke nur knapp am Hungertuch. Selbst der Verzicht von eigenen Motoren und die Zweitverwendung von deutschen AMG-Maschinen half kaum. Kein Wunder, man glaubt an den Brexit - will in UK bleiben, britisch bleiben. Nun gut, man kann Menschen und Unternehmen nicht zum Glück zwingen - selbst sieben Pleiten halfen schliesslich nicht beim Weg zur Vernunft. Wieder Inder rufen? Oder noch mehr Deutsche?



Der neue DBX-SUV, er könnte wie beim Lamborghini Urus viel, viel Erfolg bedeuten. Er steht in den Startlöchern - aber es fehlte das Geld zur Produktion - denn alles ging u.A. in die Investition einer neuen Fabrik (in Grossbritannien!) drauf. Die Spinnen, die Briten - aber das weiss ja nunmehr jedes Kind. Rettung kam Anfang Februar 2020 durch den kanadischen Milliardär und Formel 1 Team-Besitzer Lawrence Stroll - laut ihm ist Aston Martin ein Juwel, das nur poliert werden muss. 182 Mio. britische Pfund pumpt der Investor mit einem Konsortium in die Marke, 500 Mio. sollen es insgesamt werden. Dafür macht er sich selbst zum Verwaltungsratspräsident - und will die Marke langfristig wieder in die Formel 1 führen.

Die Aktien stürzten auf 5 Euro - vor einem eventuellen SUV-Erfolg

Nun, wenn es wie gesagt mit dem DBX so klappt, wie mit allen Nobel-SUV der jüngsten Zeit - dann sollte man nun Aktien von Aston Martin kaufen. Die verhält sich ähnlich sprunghaft bzw. stabil wie Bitcoin und Co., im Juli 2019 sank der Kurs dramatisch von ca. 11 Euro auf 5 Euro ab, seitdem hält sich das Niveau wellenförmig. Am Morgen des 24.Februar steht die Aktie bei 4,94 Euro. Billiger kann man in einen Autokonzern nicht einsteigen, der schon ganz am Boden ist, aber unglaubliches Potential mit sich bringt.



Als Motivator besuchte kein Geringerer als Prinz Charles die neue DBX-Fabrik in St. Athan (Wales), um sich über die neuesten Fortschritte beim DBX zu informieren, das Personal zu motivieren - und als Erster den DBX auf einem Offroad-Parcours zu testen. Prinz Charles spiegelt die ganze Beklopptheit des Landes perfekt wieder, der ewige Prinz, den seine olle Muddi (die Briten nennen sie "Queen") nie ranlässt obwohl er schon selbst langsam die Himmelspforten in der Ferne sieht. Der alte Pferdegesichter jungen Frauen vorzieht und dabei von Tampons träumt. Ja, Prinz Charles ist eigentlich ein perfekter Spiegel des Landes, das nun einen Präsidenten hat, der gerne den kleinen Trump-Mini-Me spielt - es dabei aber noch nichtmal schafft, sich morgens die Haare zu kämmen.

Prinz Charles kommt als Testfahrer und Motivator nach St. Athan

Ein gutes Zeichen? Aus britischer Sicht ja. Ok, Prinz Charles fährt zum Unmut seines Volkes lieber Audi als britisches Automobilgut, aber vielleicht kann Aston Martin es ja richten. Die Probefahrt gabs ja schon und ein paar nette Werbegeschenke sicher oben drauf. Die Briten sind sogar so stolz auf den Besuch des ewigen Thronsessel-Hoffers, das man anlässlich des Besuches eine Gedenktafel errichtete. Kein Witz. Stellen Sie sich mal vor, die "Hannnover Messe" hätte bei jedem Merkel-Besuch in ihrer Amtszeit eine Platte aufgestellt - das wäre dann heute eine weitere Messehalle. Aber wir sind ja auch nicht in Grossbritannien.



Immerhin: "Heute erhielt eine ganz besondere DBX-Vorproduktion das königliche Gütesiegel, als der Prinz von Wales seine Flügel anbrachte," berichtete man stolz aus Wales. Was bei normalen Menschen ausserhalb der Regeninsel für ein Schmunzeln sorgt, ist für die Briten eine Motivation sondergleichen. Und zusammen mit dem Geldsegen aus Kanada, einen bald kommenden SUV (der auch offroad kann) und nun dem königlichen Segen: Was soll da noch schief gehen? Also: Stecken Sie heute mal ein paar Euro in Aston Martin. Gibts ja für nen Heiermann. Gehen Sie unter, können Sie stolz darauf zurückblicken, eines Teil eines Stücks britischer Automobilgeschichte gewesen zu sein. Wenn es klappt - vielleicht ist bald ein eigener DBX drin...

hs/hallmackenreuther | Fotos: Aston Martin




 

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