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Desert Challenge: Legendäre Wüstenrally feiert 30. Ausgabe

6. Mar. 2020 I Autor: Hansy Schekahn I 1553 mal gelesen
Desert Challenge: Legendäre Wüstenrally feiert 30. Ausgabe
Kein Bild aus dem Kalender sondern die Dünen der Vereinigten Arabischen Emirate an einem typischen Rally-Morgen

Vom 21. bis 26. März 2020 versammelt sich (hoffentlich) die internationale Rallyraid-Gemeinde traditionell in den Vereinigten Arabischen Emiraten: Wenn Veranstalter Mohammed Ben Sulayem ruft, kommen sie (eigentlich) Alle. So war es zumindest früher, als die damalige "UAE Desert Challenge" noch die letzte grosse Rally vor der Dakar war - und zugleich die grösste Wüstenrally im internationalen Kalender. Denn die Desert Challenge ist einmalig - und das Synonym für "Wüsten-Rally".

Eigentlich eine der besten Rallys - aber leider unter FIA-Status

Ja, die Rally gehört (leider) zum "FIA Cross Country World Cup for Rallys", deren Weltmeisterschaft man aber dank eines katastrophal schlechten Managements beim Motorsport-Verband FIA überhaupt nicht mehr ernst nehmen kann - wie gerade jüngst sage und schreibe 6 (!) teilnehmende Autos in Qatar bewiesen. Denn den FIA-Verantwortlichen geht es am wenigsten um den Sport - sondern um Geld, Einfluss und Status. Qatar war eine Bankrott-Erklärung - und es lag beileibe nicht an den Qataris, denn die haben einen guten Job gemacht. Wie korrupt die FIA ist, bewies sie jüngst im "Fall Ferrari" in der Formel 1.





Trotz FIA-Status hatte die "UAE Desert Challenge" immer einen eigenen Stellenwert. Bis, ja bis sie vom Herbst ins Frühjahr verlegt und in "Abu Dhabi Desert Challenge" umbenannt wurde. Statt der Rally in den Emiraten wurde nun die französische Marokko-Rally als "Dakar-Test" installiert. Dennoch überlebte die Desert Challenge durch ihren guten Ruf, ihre gute Organisation und ihre Einmaligkeit in der Wüste der Vereinigten Arabischen Emirate - FIA hin oder her.

30 Jahre Desert Challenge - Veranstalter Ben Sulayem freut sich

Veranstalter Ben Sulayem ist vor Ort übrigens selbst Vertreter der FIA - setzt sich aber wie kaum ein Anderer tatsächlich positiv für den Motorsport ein und macht sein privates Hobby zur Passion. So haben alle was davon. Doch: Der FIA-Status einer Rally bringt faktisch ausschliesslich Nachteile. Vor allem kaum Teilnehmer, denn dann sind eine Motorsport-Lizenz, ein teilweise von Herstellern selbst entworfenes Regelwerk dick wie die Bibel (bzw. lokal der Koran) - und selbst vorgeschriebene Kleidung (inklusive z.B. FIA-Unterhosen für 75 Euro) Pflicht. Das schreckt die Masse an Hobby-Motorsportlern ab.



Auch wenn die Desert Challenge nur noch eine kleine Veranstaltung im Vergleich zu früher ist: Sie feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag. Glückwunsch! "Wir bereiten uns mit grösstem Engagement auf die Desert Challenge vor und freuen uns darauf, diese Veranstaltung zu einem unvergesslichen 30-jährigen Jubiläum zu machen," sagt Traditions-Veranstalter Mohammed Ben Sulayem nicht ohne Stolz. So will er Geld in eine neue Video-Produktion pumpen, um die Rally auch wieder öffentlich sichtbarer zu machen - dafür wurde ein Deal mit dem Dakar-Veranstalter ASO geschlossen.



Die Wüstenrally beginnt am Freitag, dem 20. März mit der Öffnung des Fahrerlagers im "Yas Marina Circuit" in Abu Dhabi, tags darauf gibt es gegen 19:00 Uhr (Ortszeit) den traditionellen Showstart. Doch anders als bei vielen anderen Rallys bleibt man nicht in der Stadt, sondern wechselt für fünf Tage in die "Desert Challenge City", einem gigantischen Biwak inmitten der Al Dhafra Wüste - hier werden dann auch die fünf Etappen der Rally ausgetragen. Die Teilnehmer erwarten vor allem Dünen, Dünen, Dünen - also genau das Gegenteil der Qatar-Rally im Februar, die vor allem (der Landschaft geschuldet) steinig war.



Eine der Unsitten der FIA ist auch die Veröffentlichung der Teilnehmerlisten erst eine Woche vor der Rally. Unverständich, denn auf jeder FIA-freien (also für jeden offenen) Rally werben die Veranstalter in der Regel von Anbeginn der Nennungen mit ihren Teilnehmern. So bekommt man das Fahrerfeld auch voll. Einige Namen liess man jedoch fallen: So sollen sich Jakub Przygonski im Overdrive Toyota Hilux, Martin Prokop im Ford Raptor, Yazeed Al Rajhi im Overdrive Toyota und Local-Hero Khalid Al Qassimi im Peugeot Buggy angekündigt haben. Man darf also gespannt sein!

hs/schekahn/narayan marar | Fotos: Abu Dhabi Desert Challenge


 

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